Musicals…

mochte ich früher nie, konnte mit dem Genre so gar nichts anfangen. Selbst am Broadway habe ich eine Vorstellung in der Pause verlassen, was ich äußerst selten tue. Nicht meine Welt – so dachte ich.

Dann kam die Anfrage, ob ich die Regie für Anatevka übernehme.
Zunächst hatte es mich wegen des Inhalts angesprochen: ich selbst habe 1 ½ Jahre in Israel gelebt und hatte sehr enge und persönliche Kontakte zu jüdischen Familien,
ebenso ein Interesse an der Geschichte. Ich nahm den Auftrag also an.
Und während ich mich voll auf „ das Stück mit Musik“ einließ, erschloss es mir eine neue Welt, und ich verstand die Genialität, die sich darinnen verbirgt:
auf welch wunderbare Weise die Melodien die Szenen unterstützten, die Gefühle verstärken oder den Moment schaffen, Gefühle zuzulassen. Die Szenen wiederum verdeutlichen den Inhalt der Liedtexte. Es ergänzt sich perfekt und wird zu einem Gesamtkunstwerk.

Und obwohl es „ nur“ eine Schulaufführung war, mit ca. 80 Darstellern (Klasse 5 – 13 + Lehrer des Gymnasium Isny), mit Christian Feichtmair als professioneller Sänger des Tewje und dem Orchester der Musikschule Württembergisches Allgäu, blieb beim Anblick des Schicksals dieser jüdischen Familie kaum ein Auge im Saal trocken.

Anatevka, Jerry Bock

Musical am Gymnasium Isny, 2001

Der große Stoff, von dem hier die Rede ist, ist die einmalige, universale Lebenskultur des Schtetl; da Juden kein Land, keinen Staat und keinen Rechtsstatus hatten, überall Nomaden auf Abruf, verkörperte sich die Heimat in Religion und Kultur, in einer bestimmten Art des geistig-seelischen Zusammenlebens, das man überall wieder aufnehmen konnte – ob in Galizien, Odessa oder New York.
Scholem Alejchem, aufgewachsen in der Ukraine, war ein großer Volksdichter, ein jüdischer Mark Twain. Tevje, der Milchmann,der kleine Mann, der sich mit Anstand und Würde, mit Liebe und Philosophie durch ein beschwerliches Leben schlägt, ist seine berühmteste Figur. Anatevka ist ein clever arrangiertes Musical nach dem Buch von Joseph Stein, mit einer einfühlsamen, an jüdischer Folklore orientierten Musik.

MAX UND DIE KÄSEBANDE 
Krimi-Musical von Peter Schindler 

Luzerner Kantorei 
Eberhard Rex

Musical mit der Jugendmusikschule Württenbergisches Allgäu, 2005

In Käsien, dem Königreich von Käsekönig Kurt, haben Yogi Yoghurt und Rolly Harzer unrechtmäßig das Regiment an sich gerissen. Molly Appenzell, François Camembert, Luigi Parmigiano und viele andere Hersteller von feinem und schmackhaftem Käse, befürchten das Schlimmste. In ihrer Verzweiflung verbünden sie sich mit der Käsebande und deren Anführer Max. Gelingt es Max und seiner sympathischen Käsebande, die Krone in Käsien rechtmäßig der Prinzessin Mozzarella zuzuführen? Die entscheidende Frage bleibt: Wie verhält sich Don Mascarpone?
Ein lebendiges und beschwingtes Musical nicht nur „rund um den Käse“ sondern im Grunde um die Machtverhältnisse in unserer Wirtschaft, um Herstellungsverfahren, Qualität und Preiskampf? Am Ende steht die Frage: was ist  mir mein Essen wert?
Meine persönliche Herausforderung ergab sich aus meinem Anspruch, dass es bewegt und lebendig sein soll, auch Ausdruck kindlicher Lebensfreude und Energie.
Deshalb war es für mich undenkbar. dass der Chor der unzähligen kleinen Mäuse einfach dasteht, während er singt. So habe ich jedes Musikstück extra choreographiert und mit den Kindern die Tänze einstudiert – neben ihren schauspielerischen und natürlich gesanglichen Aufgaben.

Das Dschungelbuch

Musical nach der Erzählung von Rudyard Kipling
Buch: Christian Berg, Musik: Konstantin Wecker

Dieses Kindermusical ist immer wieder ein Renner, denn wer kennt die Geschichte nicht von Mowgli und seinen Freunden, mit all ihren liebenswerten Tierfiguren und den herrlichen Songs, die jedes Herz zum strahlen bringen?
Ein absolutes Gute-Laune-Musical mit unendlich vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder. Und am Ende natürlich die Botschaft: gemeinsam sind wir stark !

Zum Inhalt:
Das “Dschungelbuch” beginnt zunächst mit einem besonderen Geräusch, ganz untypisch für den Dschungel und deshalb verwirrend für die Urwaldtier-Gemeinde - herzzerreisendes Babygeschrei! Ein Findelkind liegt mutterseelenallein im Unterholz des Dschungels, der kleine Mowgli. Ohne Nahrung und Schutz ist es den Gefahren des Dschungels hilflos ausgeliefert. Glücklicherweise finden Mutter und Vater Wolf das Baby noch rechtzeitig und nehmen es bei sich auf. Mowgli wächst behütet und beschützt im Wolfsrudel auf, lernt die Sprache der Tiere und wird sogar von den Wölfen als einer der ihren anerkannt. Doch eines Tages kehrt der böse Tiger Shir-Khan in den Dschungel zurück und macht erneut Jagd auf den Menschenjungen. ..... Glücklicherweise gibt es da Balu, den gemütlichen Bären, Baghira, den hilfsbereiten Panther, Duda, das lustige Elefantenkind und viele mehr, die Mogli auf seinem Weg beschützen.